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Dr. des. Jutta Schmitz B.A., M.A.
Institut für Soziologie, Institut für Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen

Die Diskussionen über die Lebenslage von Menschen im Rentenalter ist in Deutschland in den letzten Jahren insbesondere durch die Frage nach der Verbreitung und zukünftigen Entwicklung von Altersarmut geprägt worden. Davor wurden die Debatten von einer Sichtweise dominiert, die auf die angeblich überproportionalen Belastungen jüngerer Menschen durch die immer größer werdende Masse der „Älteren“ hervorhob. Dieses Argumentationsmuster hat in der politischen Diskussion einer Reihe von arbeitsmarkt- und rentenrechtlichen Reformen den Weg geebnet, die schon zum Beginn des Jahrtausends eingeleitet wurden und nun Früchte tragen.
Die Sozialwissenschaftlerin Dr. des. Jutta Schmitz forscht seit Jahren zu Fragen der Alterssicherung und der Altersarmut. Sie wird in ihrem Vortrag darlegen, ob die heutigen Probleme der Altersarmut also "hausgemacht" sind, wie verbreitet Altersarmut aktuell ist und wie sich Alterssicherung und Altersarmut vermutlich perspektivisch entwickeln werden.

freie Plätze Marine Le Pen und der Front National

(Bad Belzig, ab Di., 14.11., 19.00 Uhr )

Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar
Universität Kassel

In Frankreich ist der Front National spätestens mit der Präsidentschaftswahl am 23.04.2017 zu einer etablierten Partei in der französischen Politik erwachsen. Tatsächlich ist es Marine Le Pen gelungen, das radikale Profil ihres Vaters sprachlich zu verschleiern, ohne dabei etwas an der inhaltlichen Kernargumentation zu verändern. Nach wie vor argumentiert der Front National gegen die vermeintliche Islamisierung und Überfremdung Frankreichs, gegen die Globalisierung und die Europäische Union. Mit modernen Kommunikationsmethoden und einer sprachlichen Fokussierung auf relevante Zielgruppen hat der Front National unter Marine Le Pen zudem die etablierten Parteien des linken und rechten Parteienspektrums in die Defensive gedrängt.

freie Plätze Marine Le Pen und der Front National

(Kleinmachnow, ab Di., 14.11., 19.00 Uhr )

Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar
Universität Kassel

In Frankreich ist der Front National spätestens mit der Präsidentschaftswahl am 23.04.2017 zu einer etablierten Partei in der französischen Politik erwachsen. Tatsächlich ist es Marine Le Pen gelungen, das radikale Profil ihres Vaters sprachlich zu verschleiern, ohne dabei etwas an der inhaltlichen Kernargumentation zu verändern. Nach wie vor argumentiert der Front National gegen die vermeintliche Islamisierung und Überfremdung Frankreichs, gegen die Globalisierung und die Europäische Union. Mit modernen Kommunikationsmethoden und einer sprachlichen Fokussierung auf relevante Zielgruppen hat der Front National unter Marine Le Pen zudem die etablierten Parteien des linken und rechten Parteienspektrums in die Defensive gedrängt.
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil
Institut für Soziologie, Universität Mainz
Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Seit Jahrhunderten wird das Thema Armut kontrovers diskutiert. Diejenigen, die Leistung und Tüchtigkeit für sich in Anspruch nahmen, sahen Armut oft anders als viele Arme oder karitative Einrichtungen. Heute scheiden sich die Geister unter anderem an der Frage, wie „schlimm“ relative Armut in Wohlstandsgesellschaften im Vergleich z.B. zu hungernden Menschen in Afrika ist. Besonders heftig gehen die Meinungen darüber auseinander, ob sich Armut auf Einkommensmangel beschränkt oder ob sich mittlerweile in Deutschland eine Unterschicht mit eigenen Denk- und Verhaltensweisen herausgebildet hat.
In diesem Diskurs lassen sich vier Auffassungen wachsender Radikalität unterscheiden: Eine Sichtweise verneint, dass es in Deutschland mittlerweile eine Unterschicht gibt. Vertreter einer anderen Ansicht diagnostizieren insofern eine Unterschicht, als die Resignation innerhalb der armen Bevölkerung zunimmt. Eine dritte, politisch durchaus brisante Auffassung geht davon aus, dass es mittlerweile in der armen Bevölkerung ein eigenes System des Denkens und Verhaltens gibt. Ein besonders radikaler, oft kritisierter vierter Standpunkt gibt darüber hinaus der Unterschicht die Schuld an ihrer Situation und Lebensweise, unter anderem wegen eines Mangels an Disziplin.
Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass viele Aspekte dieser Debatte im Grunde an die Mittelschicht adressiert sind, um so sozialpolitische Leistungskürzungen zu legitimieren, ein Feindbild zu schaffen und Angst vor dem sozialen Abstieg zu schüren. Diese Strategie erzeuge nicht selten Aggressivität gegenüber Armen, Arbeitslosen oder Migranten.
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil
Institut für Soziologie, Universität Mainz
Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Seit Jahrhunderten wird das Thema Armut kontrovers diskutiert. Diejenigen, die Leistung und Tüchtigkeit für sich in Anspruch nahmen, sahen Armut oft anders als viele Arme oder karitative Einrichtungen. Heute scheiden sich die Geister unter anderem an der Frage, wie „schlimm“ relative Armut in Wohlstandsgesellschaften im Vergleich z.B. zu hungernden Menschen in Afrika ist. Besonders heftig gehen die Meinungen darüber auseinander, ob sich Armut auf Einkommensmangel beschränkt oder ob sich mittlerweile in Deutschland eine Unterschicht mit eigenen Denk- und Verhaltensweisen herausgebildet hat.
In diesem Diskurs lassen sich vier Auffassungen wachsender Radikalität unterscheiden: Eine Sichtweise verneint, dass es in Deutschland mittlerweile eine Unterschicht gibt. Vertreter einer anderen Ansicht diagnostizieren insofern eine Unterschicht, als die Resignation innerhalb der armen Bevölkerung zunimmt. Eine dritte, politisch durchaus brisante Auffassung geht davon aus, dass es mittlerweile in der armen Bevölkerung ein eigenes System des Denkens und Verhaltens gibt. Ein besonders radikaler, oft kritisierter vierter Standpunkt gibt darüber hinaus der Unterschicht die Schuld an ihrer Situation und Lebensweise, unter anderem wegen eines Mangels an Disziplin.
Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass viele Aspekte dieser Debatte im Grunde an die Mittelschicht adressiert sind, um so sozialpolitische Leistungskürzungen zu legitimieren, ein Feindbild zu schaffen und Angst vor dem sozialen Abstieg zu schüren. Diese Strategie erzeuge nicht selten Aggressivität gegenüber Armen, Arbeitslosen oder Migranten.

Keine Anmeldung möglich Einbürgerungstest

(Kleinmachnow, ab Do., 23.11., 14.00 Uhr )

Sie möchten als Nicht-EU-Bürger in Deutschland eingebürgert werden. Hierzu müssen Sie seit dem 01.09.2008 neben Deutschkenntnissen, die dem Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens entsprechen, einen Einbürgerungstest bestehen.
Mit dem Einbürgerungstest sollen "Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland" nachgewiesen werden. Es handelt sich um einen Multiple-Choice-Test, der pro Frage vier Antwortmöglichkeiten vorgibt, von denen jeweils nur eine richtig ist.
Anmeldeschluss ist 3 Wochen vor Prüfungstermin
Die Prüfungsgebühr ist vor Ort unter Vorlage gültiger Personaldokumente zu entrichten.
Prüfungsgebühr: € 25,00
Prof.‘in em. Dr. Margherita Zander
Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster

In den letzten zehn bis 15 Jahren hat sich die empirische Sozialforschung intensiver denn je mit "Kinderarmut in Deutschland" befasst und entsprechende Erkenntnisse vorgelegt. Uns steht also ausreichend differenziertes Wissen zur Verfügung, wie Kinder familiäre Armut erleben und bewältigen sowie welche kurz- und längerfristigen Folgen für die Betroffenen daraus resultieren. Auch fehlt es nicht an Vorschlägen, wie diesem gravierenden Problem mit gesellschaftspolitischen Maßnahmen zu Leibe zu rücken wäre. Gleichzeitig wird in Fachkreisen breit diskutiert, auf welche Weise man zumindest die negativen Folgewirkungen für die Kinder und Familien (Stichwort: sekundäre Armutsprävention, z.B. Resilienzförderung) begrenzen könnte.
Trotz allem stagniert Kinderarmut weiterhin auf erschreckend hohem Niveau. Haben sich Politik und Gesellschaft, haben wir alle uns schlicht an diesen Missstand gewöhnt?
Die renommierte Sozialwissenschaftlerin Professorin Dr. Margherita Zander hat sich Jahrzehnte mit diesem gesellschaftlichen Problem auseinandergesetzt und referiert den Stand der neuesten sozialwissenschaftlichen wie sozialpolitischen Forschung.
Prof. Dr. Michael Butter
Universität Tübingen

Dass Donald Trump einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, hätten vor dem Wahlabend allein aufgrund seiner bombastischen Rhetorik wenige Beobachter des politischen Establishments vermutet. Der Sieg Trumps beruhte dabei wesentlich auf einer rhetorischen Mischung aus Übertreibung, irreführenden Informationen und bewussten Verschwörungstheorien. Trump nutzte diese Elemente vor und nach der Wahl mit einer Vehemenz, die seine Gegner überraschte und die Politik in den Vereinigten Staaten nachhaltig änderte. Das dritte Webinar wird den Aufstieg und die Präsidentschaft Donald Trumps unter diesen Gesichtspunkten kritisch beleuchten.
Prof. Dr. Michael Butter
Universität Tübingen

Dass Donald Trump einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, hätten vor dem Wahlabend allein aufgrund seiner bombastischen Rhetorik wenige Beobachter des politischen Establishments vermutet. Der Sieg Trumps beruhte dabei wesentlich auf einer rhetorischen Mischung aus Übertreibung, irreführenden Informationen und bewussten Verschwörungstheorien. Trump nutzte diese Elemente vor und nach der Wahl mit einer Vehemenz, die seine Gegner überraschte und die Politik in den Vereinigten Staaten nachhaltig änderte. Das dritte Webinar wird den Aufstieg und die Präsidentschaft Donald Trumps unter diesen Gesichtspunkten kritisch beleuchten.
Prof. Dr. Christian Arndt
Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management,
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen

Regelmäßig bestimmen Befunde über den Zustand der Mittelschicht die öffentliche Debatte. Die Einschätzungen aus Wissenschaft und Politik zeichnen sich häufig durch ihre Widersprüchlichkeit aus.
Während auf der einen Seite vor dem Schrumpfen der Mittelschicht, Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt oder wachsenden Einkommensunterschieden gewarnt wird, sehen andere Beobachter keinen Grund zur Sorge. Der unvoreingenommene, interessierte Beobachter bleibt bei dieser Vielfalt an Einschätzungen irritiert zurück. Es scheint, als sei alles eine Frage der Perspektive, der Betonung, der Definition, letztlich einer politischen Instrumentalisierung.
Ziel des Vortrags ist es deshalb, die aktuellen Forschungsergebnisse zu Umfang, Struktur und Entwicklung der Mittelschicht zusammenzutragen und zu verdichten. Wer zählt zur Mittelschicht? Wie entwickeln sich Einkommen, Vermögen und Chancen in der gesellschaftstragenden Mitte zwischen Arm und Reich? Was ist dran an der in den Medien vielbeschworenen "Erosion" der Mittelschicht in Deutschland? In welchem Zusammenhang steht das Schwinden der Mitte und die ökonomische Krise? Was könnte die Politik tun?
Prof. Dr. Christian Arndt lehrt Volkswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen und stellt in diesem Vortrag seine jüngsten Forschungen zum Mittelstand in Deutschland vor.

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