Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
Bildung liegt uns am Herzen. Und weil das so ist, haben wir für Sie viele neue und bewährte Kurse bereitgestellt. Wir freuen uns auf Sie! - - -

vhs.Webinare

Reihe I: Armut in Deutschland - Alltag oder soziales Randphänomen?

Reihe II: Trump, Le Pen, Höcke – Die Sprache des Populismus im 21. Jahrhundert.


Die Live-Vorträge finden zu den jeweils angegebenen Terminen online statt.

Sie haben die Wahl:

Sie können sich zum jeweils gebuchten Webinar von Ihrem Computer Zuhause einwählen. Dazu erhalten Sie nach Kursanmeldung einen Link, über den Sie sich in den virtuellen Kursraum einloggen können.
Technische Voraussetzungen:
     Rechner mit stabiler Internetverbindung (6Mbit/s), kein W-Lan
     Browser mit aktueller Version des Flash-Players
     Kopfhörer bzw. Lautsprecher
     Webcam und Mikrofon sind nicht notwenig

Sie können an dem gewählten Webinar auch gern, gemeinsam mit anderen Teilnehmenden, in einem Kursraum der KVHS in Bad Belzig oder Kleinmachnow teilnehmen und sich nach Webinarende der Diskussionsrunde anschließen.

So melden Sie sich an:

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne telefonisch unter 03384145430, per E-Mail an info @kvhs-pm.de oder online über unserer Internetseite entgegen. Bitte geben Sie uns bei Ihrer Buchung einen Hinweis dazu, ob Sie am Webinar Zuhause oder in der KVHS teilnehmen möchten.


Reihe I: Mensch und Gesellschaft

Armut in Deutschland - Alltag oder soziales Randphänomen?

In Deutschland, einem wohlhabenden Land, leben Menschen in Armut! Die Armuts- und Reichtums-berichte der Bundesregierung konstatieren Einkommensarmut und steigende Armutsrisiken. Armut ist jedoch ein relativer Begriff und die Debatten um deren Existenz und Ausmaß verlaufen kontrovers.
Wir wollen in vier Vorträgen verschiedene Positionen beleuchten und uns diesem sehr komplexen Themenfeld annähern.

 

 

„Altern in Würde – Altern in Armut?“ –
Daten und Fakten zur Alterssicherung und Altersarmut in Deutschland

Dr. des. Jutta Schmitz B.A., M.A.
Institut für Soziologie, Institut für Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen

Die Diskussionen über die Lebenslage von Menschen im Rentenalter ist in Deutschland in den letzten Jahren insbesondere durch die Frage nach der Verbreitung und zukünftigen Entwicklung von Altersarmut geprägt worden. Davor wurden die Debatten von einer Sichtweise dominiert, die auf die angeblich überproportionalen Belastungen jüngerer Menschen durch die immer größer werdende Masse der „Älteren“ hervorhob. Dieses Argumentationsmuster hat in der politischen Diskussion einer Reihe von arbeitsmarkt- und rentenrechtlichen Reformen den Weg geebnet, die schon zum Beginn des Jahrtausends eingeleitet wurden und nun Früchte tragen.
Die Sozialwissenschaftlerin Dr. des. Jutta Schmitz forscht seit Jahren zu Fragen der Alterssicherung und der Altersarmut. Sie wird in ihrem Vortrag darlegen, ob die heutigen Probleme der Altersarmut also „hausgemacht“ sind, wie verbreitet Altersarmut aktuell ist und wie sich Alterssicherung und Altersarmut vermutlich perspektivisch entwickeln werden.

Termin: Mittwoch, 18. Oktober 2017, 19:00 – 20:30 Uhr, € 8,00

 

 

Der Streit über die Armut –
Anmerkungen zum deutschen Armutsdiskurs

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil
Institut für Soziologie, Universität Mainz
Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Seit Jahrhunderten wird das Thema Armut kontrovers diskutiert. Diejenigen, die Leistung und Tüchtigkeit für sich in Anspruch nahmen, sahen Armut oft anders als viele Arme oder karitative Einrichtungen. Heute scheiden sich die Geister unter anderem an der Frage, wie „schlimm“ relative Armut in Wohlstandsgesellschaften im Vergleich z.B. zu hungernden Menschen in Afrika ist. Besonders heftig gehen die Meinungen darüber auseinander, ob sich Armut auf Einkommensmangel beschränkt oder ob sich mittlerweile in Deutschland eine Unterschicht mit eigenen Denk- und Verhaltensweisen herausgebildet hat.
In diesem Diskurs lassen sich vier Auffassungen wachsender Radikalität unterscheiden: Eine Sichtweise verneint, dass es in Deutschland mittlerweile eine Unterschicht gibt. Vertreter einer anderen Ansicht diagnostizieren insofern eine Unterschicht, als die Resignation innerhalb der armen Bevölkerung zunimmt. Eine dritte, politisch durchaus brisante Auffassung geht davon aus, dass es mittlerweile in der armen Bevölkerung ein eigenes System des Denkens und Verhaltens gibt. Ein besonders radikaler, oft kritisierter vierter Standpunkt gibt darüber hinaus der Unterschicht die Schuld an ihrer Situation und Lebensweise, unter anderem wegen eines Mangels an Disziplin.

Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass viele Aspekte dieser Debatte im Grunde an die Mittelschicht adressiert sind, um so sozialpolitische Leistungskürzungen zu legitimieren, ein Feindbild zu schaffen und Angst vor dem sozialen Abstieg zu schüren. Diese Strategie erzeuge nicht selten Aggressivität gegenüber Armen, Arbeitslosen oder Migranten.

Termin: Mittwoch, 22. November 2017, 19:00 – 20:30 Uhr, € 8,00

 

 

Arme Kinder – armes Land! ... und kein Ende in Sicht? -
Kinderarmut in Deutschland

Prof.‘in em. Dr. Margherita Zander
Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster

In den letzten zehn bis 15 Jahren hat sich die empirische Sozialforschung intensiver denn je mit „Kinderarmut in Deutschland“ befasst und entsprechende Erkenntnisse vorgelegt. Uns steht also ausreichend differenziertes Wissen zur Verfügung, wie Kinder familiäre Armut erleben und bewältigen sowie welche kurz- und längerfristigen Folgen für die Betroffenen daraus resultieren. Auch fehlt es nicht an Vorschlägen, wie diesem gravierenden Problem mit gesellschaftspolitischen Maßnahmen zu Leibe zu rücken wäre. Gleichzeitig wird in Fachkreisen breit diskutiert, auf welche Weise man zumindest die negativen Folgewirkungen für die Kinder und Familien (Stichwort: sekundäre Armutsprävention, z.B. Resilienzförderung) begrenzen könnte.
Trotz allem stagniert Kinderarmut weiterhin auf erschreckend hohem Niveau. Haben sich Politik und Gesellschaft, haben wir alle uns schlicht an diesen Missstand gewöhnt?
Die renommierte Sozialwissenschaftlerin Professorin Dr. Margherita Zander hat sich Jahrzehnte mit diesem gesellschaftlichen Problem auseinandergesetzt und referiert den Stand der neuesten sozialwissenschaftlichen wie sozialpolitischen Forschung.

Termin: Mittwoch, 29. November 2017, 19:00 – 20:30 Uhr, € 8,00

 

Wie geht es der Mittelschicht in Deutschland? -
Zwischen Stabilität und Fragilität?

Prof. Dr. Christian Arndt
Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management,
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen

Regelmäßig bestimmen Befunde über den Zustand der Mittelschicht die öffentliche Debatte. Die Einschätzungen aus Wissenschaft und Politik zeichnen sich häufig durch ihre Widersprüchlichkeit aus.

Während auf der einen Seite vor dem Schrumpfen der Mittelschicht, Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt oder wachsenden Einkommensunterschieden gewarnt wird, sehen andere Beobachter keinen Grund zur Sorge. Der unvoreingenommene, interessierte Beobachter bleibt bei dieser Vielfalt an Einschätzungen irritiert zurück. Es scheint, als sei alles eine Frage der Perspektive, der Betonung, der Definition, letztlich einer politischen Instrumentalisierung.

Ziel des Vortrags ist es deshalb, die aktuellen Forschungsergebnisse zu Umfang, Struktur und Entwicklung der Mittelschicht zusammenzutragen und zu verdichten. Wer zählt zur Mittelschicht? Wie entwickeln sich Einkommen, Vermögen und Chancen in der gesellschaftstragenden Mitte zwischen Arm und Reich? Was ist dran an der in den Medien vielbeschworenen "Erosion" der Mittelschicht in Deutschland? In welchem Zusammenhang steht das Schwinden der Mitte und die ökonomische Krise? Was könnte die Politik tun?

Prof. Dr. Christian Arndt lehrt Volkswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen und stellt in diesem Vortrag seine jüngsten Forschungen zum Mittelstand in Deutschland vor.

Termin: Mittwoch, 17. Januar 2018, 19:00 – 20:30 Uhr, € 8,00

 

 

 

 

 

Reihe II: vhs.Talks

 

 

Trump, Le Pen, Höcke – Die Sprache des Populismus im 21. Jahrhundert.

In seiner Antrittsrede am 20. Januar 2017 bemerkte Donald Trump: „the forgotten men and women of our country will be forgotten no longer […] From this moment on, it‘s going to be America first.“ Diese Bemerkung Trumps verdeutlicht nicht nur die politische Agenda des Präsidenten der Vereinigten Staaten, sie steht auch stellvertretend für den Sprachgebrauch einer Reihe von jüngeren populistischen Bewegungen der westlichen Welt. Denn von „Lügenpresse“ und „Volksverrätern“ spricht neben Donald Trump auch die britische UKIP-Partei, der Front National in Frankreich, die PVV in den Niederlanden und die AfD in Deutschland. Der Kampf gegen „die da oben“ gehört ebenso zum Standardvokabular wie der Ruf nach Abschottung gegen Globalisierung und Überfremdung. Die Webinarreihe zeigt die Entwicklung sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser jüngeren populistischen Politik in den USA, in Frankreich und in Deutschland in einer vergleichenden Darstellung auf.

 

 

Donald Trump und die Entwicklung des Populismus

Dr. Thomas Greven

John F. Kennedy Institute

Freie Universität Berlin

Die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten wird mit einigem Recht als Wendepunkt in der Entwicklung des modernen Populismus bezeichnet. Denn Trump nutzte in seinem Wahlkampf viele Strukturelemente, die gegenwärtig nahezu deckungsgleich auch in anderen populistischen Parteien und Bewegungen zu finden sind. Das zentrale Argument in der Agenda Trumps und anderer Parteien ist dabei der drohende nationale Niedergang. Trump verband diese Behauptung in seinem Wahlkampf mit einem Katalog populistischer Forderungen: Ablehnung von Zuwanderung mit einem besonderen Fokus auf islamisch geprägten Ländern, Widerstand gegen die etablierten politischen Strukturen sowie Kampf gegen die Mainstream-Medien. Das erste Webinar wird die Wahl Trumps erklären und Parallelen zu vergleichbaren populistischen Bewegungen ziehen. 

Termin: Dienstag, 19. September 2017, 19:00 – 20:00 Uhr, € 6,00

 

 

Marine Le Pen und der Front National

Prof. Dr. Sabine Ruß-Sattar

Universität Kassel

In Frankreich ist der Front National spätestens mit der Präsidentschaftswahl am 23.04.2017 zu einer etablierten Partei in der französischen Politik erwachsen. Tatsächlich ist es Marine Le Pen gelungen, das radikale Profil ihres Vaters sprachlich zu verschleiern, ohne dabei etwas an der inhaltlichen Kernargumentation zu verändern. Nach wie vor argumentiert der Front National gegen die vermeintliche Islamisierung und Überfremdung Frankreichs, gegen die Globalisierung und die Europäische Union. Mit modernen Kommunikationsmethoden und einer sprachlichen Fokussierung auf relevante Zielgruppen hat der Front National unter Marine Le Pen zudem die etablierten Parteien des linken und rechten Parteienspektrums in die Defensive gedrängt.

Termin: Dienstag, 14. November 2017, 19:00 – 20:00 Uhr, € 6,00

 

 

Verschwörungstheorien, Fake News und Unwahrheiten – Die Sprache des Populismus am Beispiel Donald Trumps

Prof. Dr. Michael Butter

Universität Tübingen

Dass Donald Trump einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, hätten vor dem Wahlabend allein aufgrund seiner bombastischen Rhetorik wenige Beobachter des politischen Establishments vermutet. Der Sieg Trumps beruhte dabei wesentlich auf einer rhetorischen Mischung aus Übertreibung, irreführenden Informationen und bewussten Verschwörungstheorien. Trump nutzte diese Elemente vor und nach der Wahl mit einer Vehemenz, die seine Gegner überraschte und die Politik in den Vereinigten Staaten nachhaltig änderte. Das dritte Webinar wird den Aufstieg und die Präsidentschaft Donald Trumps unter diesen Gesichtspunkten kritisch beleuchten.

Termin: Dienstag, 12. Dezember 2017, 19:00 – 20:00 Uhr, € 6,00

 

 

Der Aufstieg der AfD in Deutschland

Prof. Dr. Lothar Probst

Universität Bremen

Die Alternative für Deutschland (AfD) wurde im Jahr 2013 als Reaktion auf den Euro-Rettungsschirm gegründet. Das zunächst eher auf Wirtschaftsfragen ausgelegte Parteiprofil wich jedoch spätestens mit der Flüchtlingskrise der Jahre 2015 und 2016 einem rechtspopulistischen Schwerpunkt, der unverhohlen vor der vermeintlichen Gefahr einer Islamisierung Deutschlands warnte. Beispielhaft für diesen Wandel steht die Person Björn Höcke, der 2015 mit der „Erfurter Resolution“ für eine stärkere Betonung von völkischen Ideen warb und in seiner Rhetorik teils rechtsextreme Gedanken und Symbole einband. Das Webinar wird den Aufstieg und die Entwicklung der AfD in Deutschland vor dem Hintergrund der Bundestagswahl untersuchen.

Termin: Dienstag, 30. Januar 2018, 19:00 – 20:00 Uhr, € 6,00

 

>>> Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 033841 45430, Nicolle Wundrich.

 

Geschäftsstelle Kleinmachnow

Am Weinberg 18
14532 Kleinmachnow

Telefon: 033203 803710/12
Telefax: 033203 803711
E-Mail: kleinmachnow@kvhs-pm.de

Sprechzeiten:
Di und Do 10:00 – 12:00 Uhr
sowie 14:00 – 18:00 Uhr
*Gilt nicht in den Schulferien. Vereinbaren Sie gerne auch individuelle Termine mit uns.

Lageplan & Routenplaner

Geschäftsstelle Bad Belzig

Puschkinstraße 13
14806 Bad Belzig

Telefon: 033841 45430
Telefax: 033841 45137
E-Mail: info@kvhs-pm.de

Sprechzeiten:
Di und Do 10:00 – 12:00 Uhr
sowie 14:00 – 18:00 Uhr
*Gilt nicht in den Schulferien. Vereinbaren Sie gerne auch individuelle Termine mit uns.

Lageplan & Routenplaner

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Adolf-Damaschke-Straße 60, 1.OG
14542 Werder (Havel)

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Sprechzeiten:
Mo 11:00 – 13:00 Uhr
sowie 14:00 – 17:00 Uhr
*Gilt nicht in den Schulferien. Vereinbaren Sie gerne auch individuelle Termine mit uns.

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