Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Anmeldung möglich Familiengeschichtsforschung für Einsteiger

(Werder, ab Mi., 11.10., 17.00 Uhr )

Geschichte ist die Quelle der Gegenwart. Familiengeschichte ist das Fundament Ihres Lebens. Es lohnt sich, den Spuren Ihrer Vorfahren zu folgen. Sie werden dabei nicht nur eine Reise in die ganz persönliche Vergangenheit antreten, sondern auch viel darüber erfahren, warum wir uns so entwickelt haben, wie wir es heute erleben. Dieser Kurs soll Ihnen mit den Themen Historische Grundlagen, Methodik, Quellenarbeit, Schriftkunde, Namenskunde, Datenverwaltung und Präsentation den Einstieg in das Abenteuer Familiengeschichtsforschung weisen.
Prof. em. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil
Institut für Soziologie, Universität Mainz
Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Seit Jahrhunderten wird das Thema Armut kontrovers diskutiert. Diejenigen, die Leistung und Tüchtigkeit für sich in Anspruch nahmen, sahen Armut oft anders als viele Arme oder karitative Einrichtungen. Heute scheiden sich die Geister unter anderem an der Frage, wie „schlimm“ relative Armut in Wohlstandsgesellschaften im Vergleich z.B. zu hungernden Menschen in Afrika ist. Besonders heftig gehen die Meinungen darüber auseinander, ob sich Armut auf Einkommensmangel beschränkt oder ob sich mittlerweile in Deutschland eine Unterschicht mit eigenen Denk- und Verhaltensweisen herausgebildet hat.
In diesem Diskurs lassen sich vier Auffassungen wachsender Radikalität unterscheiden: Eine Sichtweise verneint, dass es in Deutschland mittlerweile eine Unterschicht gibt. Vertreter einer anderen Ansicht diagnostizieren insofern eine Unterschicht, als die Resignation innerhalb der armen Bevölkerung zunimmt. Eine dritte, politisch durchaus brisante Auffassung geht davon aus, dass es mittlerweile in der armen Bevölkerung ein eigenes System des Denkens und Verhaltens gibt. Ein besonders radikaler, oft kritisierter vierter Standpunkt gibt darüber hinaus der Unterschicht die Schuld an ihrer Situation und Lebensweise, unter anderem wegen eines Mangels an Disziplin.
Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass viele Aspekte dieser Debatte im Grunde an die Mittelschicht adressiert sind, um so sozialpolitische Leistungskürzungen zu legitimieren, ein Feindbild zu schaffen und Angst vor dem sozialen Abstieg zu schüren. Diese Strategie erzeuge nicht selten Aggressivität gegenüber Armen, Arbeitslosen oder Migranten.
Prof.‘in em. Dr. Margherita Zander
Fachbereich Sozialwesen, Fachhochschule Münster

In den letzten zehn bis 15 Jahren hat sich die empirische Sozialforschung intensiver denn je mit "Kinderarmut in Deutschland" befasst und entsprechende Erkenntnisse vorgelegt. Uns steht also ausreichend differenziertes Wissen zur Verfügung, wie Kinder familiäre Armut erleben und bewältigen sowie welche kurz- und längerfristigen Folgen für die Betroffenen daraus resultieren. Auch fehlt es nicht an Vorschlägen, wie diesem gravierenden Problem mit gesellschaftspolitischen Maßnahmen zu Leibe zu rücken wäre. Gleichzeitig wird in Fachkreisen breit diskutiert, auf welche Weise man zumindest die negativen Folgewirkungen für die Kinder und Familien (Stichwort: sekundäre Armutsprävention, z.B. Resilienzförderung) begrenzen könnte.
Trotz allem stagniert Kinderarmut weiterhin auf erschreckend hohem Niveau. Haben sich Politik und Gesellschaft, haben wir alle uns schlicht an diesen Missstand gewöhnt?
Die renommierte Sozialwissenschaftlerin Professorin Dr. Margherita Zander hat sich Jahrzehnte mit diesem gesellschaftlichen Problem auseinandergesetzt und referiert den Stand der neuesten sozialwissenschaftlichen wie sozialpolitischen Forschung.

freie Plätze Was uns bewegt: Die Energiewende

(Kleinmachnow, ab Mo., 11.12., 18.00 Uhr )

Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. In diesem Vortrag werden die oft komplizierten Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Energiewende und Energiepolitik allgemeinverständlich dargestellt. Das Treibhausgas CO2 gilt als "Klimakiller Nummer 1", so dass die Vermeidung entscheidend für den Fortschritt einer Energiewende ist. Die Schwellen- und Entwicklungsländer sind durch andere Probleme damit oftmals überfordert (z.B. Überbevölkerung). Eine besondere Rolle spielen auch die USA, die trotz eigener Betroffenheit durch extreme Wetterereignisse weiterhin auf konventionelle Energieversorgung setzen. Doch was macht eigentlich die EU? Wie steht es um das Erneuerbare Energien-Gesetz und welche Maßnahmen wurden für die Energiewende umgesetzt? Wie sieht die Situation ganz konkret in Deutschland und auch in Brandenburg aus? Warum wurde gerade Brandenburg dreimal der sogenannte Leitstern für den erfolgreichsten Ausbau der Erneuerbaren Energien verliehen und was kann daraus gelernt werden?
Anhand von zahlreichen Beispielen wird die Bedeutung Erneuerbarer Energien sowie die Nachhaltigkeit für unsere Zukunft verdeutlicht. Der Vortrag soll auch zur Diskussion anregen: Ist es schon zu spät für die Energiewende? Welchen Beitrag kann ich als Einzelperson leisten?
Prof. Dr. Michael Butter
Universität Tübingen

Dass Donald Trump einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, hätten vor dem Wahlabend allein aufgrund seiner bombastischen Rhetorik wenige Beobachter des politischen Establishments vermutet. Der Sieg Trumps beruhte dabei wesentlich auf einer rhetorischen Mischung aus Übertreibung, irreführenden Informationen und bewussten Verschwörungstheorien. Trump nutzte diese Elemente vor und nach der Wahl mit einer Vehemenz, die seine Gegner überraschte und die Politik in den Vereinigten Staaten nachhaltig änderte. Das dritte Webinar wird den Aufstieg und die Präsidentschaft Donald Trumps unter diesen Gesichtspunkten kritisch beleuchten.
Prof. Dr. Michael Butter
Universität Tübingen

Dass Donald Trump einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden könnte, hätten vor dem Wahlabend allein aufgrund seiner bombastischen Rhetorik wenige Beobachter des politischen Establishments vermutet. Der Sieg Trumps beruhte dabei wesentlich auf einer rhetorischen Mischung aus Übertreibung, irreführenden Informationen und bewussten Verschwörungstheorien. Trump nutzte diese Elemente vor und nach der Wahl mit einer Vehemenz, die seine Gegner überraschte und die Politik in den Vereinigten Staaten nachhaltig änderte. Das dritte Webinar wird den Aufstieg und die Präsidentschaft Donald Trumps unter diesen Gesichtspunkten kritisch beleuchten.
Prof. Dr. Christian Arndt
Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management,
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen

Regelmäßig bestimmen Befunde über den Zustand der Mittelschicht die öffentliche Debatte. Die Einschätzungen aus Wissenschaft und Politik zeichnen sich häufig durch ihre Widersprüchlichkeit aus.
Während auf der einen Seite vor dem Schrumpfen der Mittelschicht, Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt oder wachsenden Einkommensunterschieden gewarnt wird, sehen andere Beobachter keinen Grund zur Sorge. Der unvoreingenommene, interessierte Beobachter bleibt bei dieser Vielfalt an Einschätzungen irritiert zurück. Es scheint, als sei alles eine Frage der Perspektive, der Betonung, der Definition, letztlich einer politischen Instrumentalisierung.
Ziel des Vortrags ist es deshalb, die aktuellen Forschungsergebnisse zu Umfang, Struktur und Entwicklung der Mittelschicht zusammenzutragen und zu verdichten. Wer zählt zur Mittelschicht? Wie entwickeln sich Einkommen, Vermögen und Chancen in der gesellschaftstragenden Mitte zwischen Arm und Reich? Was ist dran an der in den Medien vielbeschworenen "Erosion" der Mittelschicht in Deutschland? In welchem Zusammenhang steht das Schwinden der Mitte und die ökonomische Krise? Was könnte die Politik tun?
Prof. Dr. Christian Arndt lehrt Volkswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen und stellt in diesem Vortrag seine jüngsten Forschungen zum Mittelstand in Deutschland vor.
Prof. Dr. Christian Arndt
Fakultät Agrarwirtschaft, Volkswirtschaft und Management,
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen

Regelmäßig bestimmen Befunde über den Zustand der Mittelschicht die öffentliche Debatte. Die Einschätzungen aus Wissenschaft und Politik zeichnen sich häufig durch ihre Widersprüchlichkeit aus.
Während auf der einen Seite vor dem Schrumpfen der Mittelschicht, Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt oder wachsenden Einkommensunterschieden gewarnt wird, sehen andere Beobachter keinen Grund zur Sorge. Der unvoreingenommene, interessierte Beobachter bleibt bei dieser Vielfalt an Einschätzungen irritiert zurück. Es scheint, als sei alles eine Frage der Perspektive, der Betonung, der Definition, letztlich einer politischen Instrumentalisierung.
Ziel des Vortrags ist es deshalb, die aktuellen Forschungsergebnisse zu Umfang, Struktur und Entwicklung der Mittelschicht zusammenzutragen und zu verdichten. Wer zählt zur Mittelschicht? Wie entwickeln sich Einkommen, Vermögen und Chancen in der gesellschaftstragenden Mitte zwischen Arm und Reich? Was ist dran an der in den Medien vielbeschworenen "Erosion" der Mittelschicht in Deutschland? In welchem Zusammenhang steht das Schwinden der Mitte und die ökonomische Krise? Was könnte die Politik tun?
Prof. Dr. Christian Arndt lehrt Volkswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen und stellt in diesem Vortrag seine jüngsten Forschungen zum Mittelstand in Deutschland vor.

freie Plätze Der Aufstieg der AfD in Deutschland

(Bad Belzig, ab Di., 30.1., 19.00 Uhr )

Prof. Dr. Lothar Probst
Universität Bremen

Die Alternative für Deutschland (AfD) wurde im Jahr 2013 als Reaktion auf den Euro-Rettungsschirm gegründet. Das zunächst eher auf Wirtschaftsfragen ausgelegte Parteiprofil wich jedoch spätestens mit der Flüchtlingskrise der Jahre 2015 und 2016 einem rechtspopulistischen Schwerpunkt, der unverhohlen vor der vermeintlichen Gefahr einer Islamisierung Deutschlands warnte. Beispielhaft für diesen Wandel steht die Person Björn Höcke, der 2015 mit der "Erfurter Resolution" für eine stärkere Betonung von völkischen Ideen warb und in seiner Rhetorik teils rechtsextreme Gedanken und Symbole einband. Das Webinar wird den Aufstieg und die Entwicklung der AfD in Deutschland vor dem Hintergrund der Bundestagswahl untersuchen.

freie Plätze Der Aufstieg der AfD in Deutschland

(Kleinmachnow, ab Di., 30.1., 19.00 Uhr )

Prof. Dr. Lothar Probst
Universität Bremen

Die Alternative für Deutschland (AfD) wurde im Jahr 2013 als Reaktion auf den Euro-Rettungsschirm gegründet. Das zunächst eher auf Wirtschaftsfragen ausgelegte Parteiprofil wich jedoch spätestens mit der Flüchtlingskrise der Jahre 2015 und 2016 einem rechtspopulistischen Schwerpunkt, der unverhohlen vor der vermeintlichen Gefahr einer Islamisierung Deutschlands warnte. Beispielhaft für diesen Wandel steht die Person Björn Höcke, der 2015 mit der "Erfurter Resolution" für eine stärkere Betonung von völkischen Ideen warb und in seiner Rhetorik teils rechtsextreme Gedanken und Symbole einband. Das Webinar wird den Aufstieg und die Entwicklung der AfD in Deutschland vor dem Hintergrund der Bundestagswahl untersuchen.

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